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Einstieg

Nachdem ich vor ein oder zwei Jahren erstmals ein Flugvideo eines Quadrocopters gesehen hab, war ich (wie es sich typischerweise für einen Technik-Freak gehört :D) geflasht von diesen Teilen und wollte gleich anfangen mit Bauen.
Doch leider fehlte mir immer die Zeit dazu, auch finanziell sollte man sich für so ein Projekt etwas zurücklegen, doch irgendwann wars soweit, die Einkaufsliste des Quadros stand fest und ein Klick auf den “Bestellen”-Button rundete das Vorhaben ab.
In der ganzen Euphorie des Zusammenbauens war es schwer, alles durch Fotos zu dokumentieren, sollte aber als Anleitung ausreichen.

[notice]Wichtig: Dies soll nur eine Aufbauanleitung repräsentieren, ich übernehme keine Haftung für jegliche Schäden!
Für das Fliegen ist jeder selbst verantwortlich, ich empfehle in jedem Fall, sich vorher über die rechtlichen Bestimmungen des Flugmodellbaus, sowie die theoretische Steuerung und den Umgang zu informieren.[/notice]

Bevor es losgeht, das Wichtigste: Was brauche ich alles für einen Quadro? Wie teuer wird der ganze Spaß?
Das lässt sich so pauschal nicht sagen, denn je nachdem ob man nun günstige oder lieber teurere Bauteile höherer Qualität nimmt, hat jeder für sich zu entscheiden, genauso, ob man optionale Funktionen wie etwa zusätzliche Sensoren (GPS, Barometer, …) verbauen möchte.
Die Minimalausstattung, die man benötigt, damit der Quadrocopter (anständig) fliegt, setzt sich aus Fernsteueranlage, Flight-Controller, Rahmen, Motoren, ESCs (Motor-Controller), Propeller und Akku zusammen.
Da ich für den Anfang lieber einen kleinen Copter wollte, um überhaupt erst mal das Fliegen erlernen zu können, habe ich mich für den Nanoquad-Rahmen von flyduino entschieden.
Je nach Baugröße muss man preislich etwa 350€ und aufwärts einplanen!

 

Ein paar allgemeine Daten von meinem Nanoquad:

  • Gewicht: 216g
  • Größe: etwa 26x26cm (mit Rotoren)
  • Stromverbrauch Motoren aus / Leerlauf / Schwebeflug (in A): 0,29 / 0,69 / 2,9 (in Watt: 2,2 / 5,1 / 22)

 

Einkaufsliste

Los gehts! Für die “Zutaten” eines Quadrocopters gibt es kein allgemeingültiges Rezept – Alles kann und soll jeder individuell auswählen, je nach Kombination ergeben sich andere (Flug)Eigenschaften.
Hier ein mal die Liste, was ich für meinen Nanoquad für Komponenten ausgewählt habe:

 

 

–> Macht unterm Strich (inkl. Versandkosten) also etwa 340€.

Nach ein paar Tagen kam alles einzeln (!) in Paketen an, das ist der Nachteil wenn man nicht alles bei einem Händler kauft. Egal, erstmal auspacken!

 

Zusammenbau

Der Aufbau des Quadros ist an sich sehr einfach, es gibt nur wenige Punkte an denen man etwas falsch machen könnte, bei mir hats auf Anhieb geklappt.
Als aller erstes beginnt man mit der Steuereinheit, theoretisch muss man nicht alle Pins an den Nanoquad-Rahmen anlöten, ich habe es zur Sicherheit dennoch gemacht. Besonders jetzt sollte man sich entschieden haben, wie man das Board mit Strom versorgen will. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder über den Akku oder über BEC, sprich die Motorregler. Ich habe mich für den Akkubetrieb entschieden, da lässt sich streiten was mehr Vor- bzw. Nachteile hat.

Ich habe zunächst alle Pinleisten zurechtgeschnitten, in den Rahmen gesetzt und oben drauf das Board gepackt, dadurch fiel das Löten sehr leicht. Anschließend dreht man alles um und lötet noch die Unterseite:

 

Damit man den Akku einfach anstecken kann, das Kabel aber nicht irgendwann durch das viele Rumziehen und Drücken innen bricht, musste ich mir was ausdenken. Gesagt, getan! Glücklicherweise hat der Nanoquad-Rahmen eine Verstärkungsstrebe, an der man die Buchse mit zwei Kabelbindern befestigen kann:

 

Nun geht es zu den Motoren, eins vorweg: Natürlich wollte ich etwas an Kosten einsparen, also habe ich die günstigeren Motoren gewählt. Soweit war auch alles gut, einzig und allein die Bohrlöcher passten leider nicht zum Rahmen, also musste ich extra Löcher bohren…naja, es hält immerhin:

 

Wie bei den meisten Quadrocoptern bringt man die ESCs auf den Trägern an, so auch in diesem Fall, Platz wurde hierfür ja schon mal gelassen.
Diese können einfach mit Kabelbindern befestigt werden, auch habe ich alle Motoren/Regler vorher einmal auf Funktion getestet, hierzu kann man beispielsweise einen Servotester verwenden.

 

Für die Stromkabel der Regler gibt es auf dem Nanoquad-Board bereits entsprechende Lötpads, wo man diese anbringen kann. Der Stecker wird nicht mehr benötigt, da ich keine Spannung über BEC abgreifen will. Nur das Signalkabel muss man noch auf die mittlere kleine Lötfläche anlöten:

 

Endspurt! Es ist fast geschafft. Was liegt noch so alles rum? Ah, der Empfänger. Bei solch einem kleinen Rahmen ist es ein bisschen tricky, einen geeigneten Platz zu finden, wählerisch darf man nicht sein, ich habe ihn praktischerweise zwischen die Verstrebungen geklemmt (Die korrekte Pinbelegung ist in der Nanowii-Anleitung beschrieben):

 

So, jetzt noch eben schnell die Propeller und den Akku drangebaut und fertig ist der erste Nanoquad. ;-)
Vor dem ersten Start habe ich mich noch mit der MultiWii Steuersoftware vertraut gemacht, außerdem müssen noch ein paar wenige, aber grundlegende Einstellungen im Steuerboard vorgenommen werden.

Als Landegestell habe ich Kreise aus Aludraht gebogen und versetzt in die Kabelbinder der ESCs geklemmt.

 

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